| DAMEN: Trotz Unterzahl gleichwertig |
| Geschrieben von: Florian Müller |
| Mittwoch, den 30. März 2011 um 20:17 Uhr |
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Vorabbemerkung: Aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und anderen Verpflichtungen war der Kader für dieses Spiel auf elf Mann geschrumpft. Es stand also kein Einwechselspieler zur Verfügung. Wer diese Mannschaft kennt weiß, dass es hier gar nicht genügend von dieser Sorte geben kann, da sich meistens nach spätestens drei Minuten der erste Spieler entweder verletzt oder aber verausgabt hat. Doch einer der Vorteile bei Damen ist, dass nicht gejammert, sondern eher gebissen wird, im Sinne von “Zähne zusammenbeissen”! Dies, so machten Coach Sippi Müller und sein Co, Sippi Weinsteiger, der Mannschaft vor Beginn klar, würde auch bitter notwendig sein, um nicht mit einer zweistelligen Niederlage nach Hause geschickt zu werden. Zur Erinnerung: Das Hinspiel hatte man, in vermeintlicher Brannenburger Bestbestzung, mit 2:9 (!!) verloren. Ein solches Waterloo wollte keiner mehr erleben! Und so sollte sich die Mannschaft, ähnlich Leonidas’ 300 Spartiaten gegen Xerxes unendlich erscheinende Übermacht, mit allem was sie hatte gegen Vagen schmeißen, nur um am Ende doch zu unterliegen! Wie befürchtet, oder beinahe erwartet, brach bei Tatjana Grzyb bereits nach wenigen Minuten eine alte Oberschenkelzerrung wieder auf und zwang sie zum Zusehen. Dies tat sie neben unseren größten und treuesten Fans, ihrer Mutter und Großmutter nämlich, die in dieser Saison in Brannenburg noch keine einzige Spielminute versäumt hatten. Quasi von Beginn war die Elf um Christina Maier also in Unterzahl. Doch scheinbar war ihnen das völlig egal, denn sie spielten völlig befreit auf. Scheinbar hatte die zweite Halbzeit wochs zuvor, als man einen Drei-Punkte-Rückstand aufholen konnte, soviel Selbstvertrauen gegeben, dass auch das Fehlen von Alex Treichl, Marvi Steinbauer, Kathi Frankl, Janine Kuhn und Jule Rostin die Zuversicht nicht wirklich trüben konnte. Das Gehemnis an diesem Tag lag, wie sooft, in der Abwehr. Neu-Torhüterin Tamara Grzyb hielt ihren Kasten durch hervorragendes Stellungsspiel und gute Reflexe sauber und die Abwehrkette mit Christina Maier, Lischen Bartl, Johanna Eiblwieser und Andrea Fürle tat ihr bestes, dass Tami so wenig wie nur irgendmöglich zu tun hatte. Mit der Zeit konnte sich die Mannschaft im Mittelfeld ein kleines Übergewicht erarbeiten, was nicht zuletzt durch die sich aufarbeitenden Rosi Guggenberger und Johanna Langenegger gesteuert wurde. Unterstützt wurden sie hierbei auf Links und Rechts von den Holzner-Brothers Franzi und Betty. Im Sturm war Puna Oroz die Leidtragende der Unterzahl. Der letzte Pass in die Spitze blieb nämlich meistens aus. Doch ein 0:0 wäre durchaus drin gewesen, doch leider konnte man in der 70. Minute einen Eckball des Gegners nicht konsequent klären, und so landete der Nachschuss in den Maschen von Tami. In der Schlussphase konnte sich die Mannschaft doch noch die ein oder andere Torchance erarbeiten. Man merkte, dass die körperlich fordernde Vorbereitung ihre Vorteile mit sich gebracht hat. Denn wo andere Mannschaften sich aufs Ergebnisverwalten konzentrieren müssen, konnte die Mannschaft des Gespanns Müller/Weinsteiger in athletischer Hinsicht immer noch eine Schippe obenauf legen. Doch leider blieb der "Zehn" auf dem Platz schlussendlich das Glück des Ausgleichstreffers verwehrt und man musste sich geschlagen geben. Aufgrund der Voraussetzungen darf dieses Ergebnis dennoch als ein Erfolg angesehen werden. Brannenburg spielte mit: Tami Grzyb im Tor, Christina Maier, Lischen
Bartl, Johanna Eiblwieser, Andrea Fürle, Franzi Holzner, Johanna
Langenegger, Rosi Guggenberger, Betty Holzner, Puna Oroz |